"བཀྲ་ཤིས་བདེ་ལེགས" aus dem Reisefieber

Ladakh Trekking - Traumziel im Himalaya

"བཀྲ་ཤིས་བདེ་ལེགས" ... so sagt man Servus in Tibet - Wir sagen heute Servus zu Hubert Nagl. Wir freuen uns auf unserem Reisefieber Blog einen Gastartikel über ein alpines Abenteuer im Himalaya zu präsentieren.
Hubert Nagl, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer von der Bergschule Watzmann, berichtet uns heute vom Zelttrekking im Markah Valley mit Gipfelbesteigung Stok Kangri 6140 Meter vom 17.09. –2.10.2016.
Fünf Himalaya begeisterte Bergsteiger brachen Mitte September zu einer Trekking Reise nach Ladakh auf.
Einzigartig zeigt sich die Natur in Ladakh, diesem kleinen Land das hinter dem Tanshimalaya liegt, gehört politisch zu Indien aber hat ansonsten wenig mit seinem Mutterland gemeinsam.

 

Abgeschirmt von den hohen Bergen des Transhimalaya bleibt es vom Monsun weitgehend verschont, bekommt kaum Niederschläge, ist deshalb auch sehr karg und im Winter eisig kalt. Aus dem Gletscherwasser der umliegenden hohen Bergen entstanden grünen Oasen, an denen sich Menschen ansiedelten. Ladakh ist bekannt für die Schönheit seiner entlegenen Berge und seiner tibetisch –buddhistischen Kultur und wird deshalb auch als „Klein – Tibet“ bezeichnet.

Am frühen Morgen flogen wir von Dehli nach Leh, der Hauptstadt von Ladakh. Wir waren das erste Mal überwältigt, von dem Anblick der hohen Berge des Himalaya die von der Morgensonne beleuchtet wurden. Leh liegt auf 3500 Meter, schon am Flughafen wurden wir von einem Lautsprecher auf die „High Sickness“ (Höhenkrankheit) hingewiesen. Nach der Fahrt ins Hotel hieß es erst einmal ausspannen. Am Nachmittag unternahmen wir dann einen kleinen Spaziergang in Leh, umgeben von einer bizarren und kargen Gebirgslandschaft.

Geschäftiges Treiben in der ca. 15 000 Einwohner zählenden Hauptstadt und ein Besuch des ehemaligen Königspalastes hinterließen bleibende Eindrücke.

Bevor das Trekking los ging, hatten wir noch einen Akklimatisations Tag die wir mit einem Kultur Programm füllten. Das Kloster von Hemis und der Königspalast von Shey standen auf dem Programm. Alle Klöster auch Gompas genannt, wurden größtenteils auf einer Bergspitze gebaut, in einem ähnlichen Baustil, vielleicht nicht ganz so groß, wie der berühmte „Potula“ in Lhasa.
Das Kloster von Hemis ist das reichste und zugleich das größte Kloster in Ladakh mit über 350 Mönchen. Vom Königspalast in Shey genießt man eine grandiose Aussicht auf die sumpfigen Grasflächen des Industales.
Shey war die Hauptstadt der Herrscher in Ladakh, im 15. Jahrhundert wurde der Königspalast nach Leh verlegt.

Unser 8-tägiges Zelttrekking begann am Zanskarfluss, ca. 2 Autostunden von Leh entfernt mit einer spektakulären Seilbahnüberfahrt über dem reißenden Gewässer. In den ersten Tagen passierten wir drei fast 5000 Meter hohe Pässe (Ganda La 4980 m, Stok La 4880 m, Mathola La 4930 m) im Markah Valley und in der Stok Range. Steile, unendliche lange Schluchten aber auch grandiose Weiten prägten das karge Landschaftsbild. Bis auf über 4000 Meter konnten wir das spartanische Leben der Einheimischen (auch Ladakis genannt) bestaunen, die von Getreideanbau und Viehzucht lebten. Unsere Zeltausrüstung, Verpflegung und persönliche Ausrüstung wurde von Pferden getragen. Unsere Küchenmannschaft bewirtete uns täglich mit einem vorzüglichen Essen aus heimischen Produkten, wie zum Beispiel:. „Dahl Bhat“ (Reismit Linsensuppe), Chapati (Fladenbrot), Gemüse u. v. m.


Das Finale bildete die Besteigung des 6140 Meter hohen Stok Kangri, vom Basislager (4980 m) aus. Der Aufbruch erfolgte um 1:00 Uhr in der Nacht. Nach ca. 6 Std. erreichten wir über die steile Gipfelflanke und zum Schluss noch über einen leichten Blockgrat den Gipfel. Belohnt wurden wir für den anstrengenden Aufstieg mit einer grandiosen Aussicht: im Norden mit den Bergen vom Karakorum und im Westen mit dem Zanskargebirge u. a. mit den Zwillingssiebentausender Nun und Kun. Nach einer weiteren Zeltnacht stiegen wir in ca. 5 Std. ab ins Industal und weiter ging es mit den Fahrzeugen zu unserem Hotel in Leh, dort erwartete uns nach dem anstrengenden Zelttrekking eine heiße Dusche und ein richtiges Bett.



An unserem Rasttag in Leh hatten wir uns was Besonderes ausgedacht: Wir fuhren mit den Autos zum höchst befahren Pass der Welt fahren: den Kardongla auf 5360 m.

Zurück ging es mit dem Flugzeug nach Dehli, dort stand noch eine zweitägige Besichtigung auf dem Programm. Die Hauptstadt Indiens mit ca. 19 Millionen Einwohnern bot uns einige kulturelle Höhepunkte:
Der Qutab – Minar Komplex zählt zum Weltkulturerbe aus der Zeit der muslimischen Herrscher. Der Qutab Minar ist ein 73 m hoher Siegerturm der gleich nach der Niederlage des letzten Indu Königs im Jahre 1193 gebaut wurde.
Das India Gate ist ein 42 m hoher Triumphbogen der den 90 000 Soldaten des 1. Weltkrieges gewidmet ist. Die Namen aller Gefallenen sind in den Stein eingraviert.
Der Sikkh Tempel (Gurdwara Bangla Sahib): in diesem Tempel werden einem die Prinzipien der Sikh Religion erläutert. In diesem Tempel können bis zu 10 000 Menschen gratis essen. Jama Masjid ist das größte moslemische Gotteshaus in Indien und zugleich einer der größten der Welt.
Eine Reise mit vielen bergsteigerischen und kulturellen Höhepunkten.

Reisezeit von Juni – ca. Mitte Okt. (wobei der Herbst von den Temperaturen eher angenehmer ist, im Sommer fast zu heiß).

Wer jetzt Lust auf ein solches Abenteuer bekommen hat schaut bei uns im Reisefieber Büro in Bischofswiesen vorbei oder meldet sich bei Hubert Nagl. Anbieter von Trekking- und Skitourenreisen: www.bergschule-watzmann.de

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Magdalena Wimmer


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