Kolumbien - Eine Reise in das Land von El Dorado!

Kaffee, Kokain und Pablo Escobar. Diese drei Dinge fielen mir vor meiner Reise zum Thema Kolumbien ein. Doch jetzt entsteht in meinen Kopf sofort ein Film von atemberaubenden Landschaften. Von den Gletschern bedeckten Gipfeln der Anden bis zu den azurblauen Strände der Karibik. Bilder von charmanter Kolonialarchitektur wechseln sich mit den Hochländern in der "Zona Cafetera" ab. Das Ganze wird mit Salsa Musik umrahmt, zu den Menschen die vor Lebensfreude sprühen, tanzen und singen.

In den vier Wochen unserer selbst organisierten Rucksack-Reise, kam es zu keiner einzigen beängstigenden Situation. Uns wurde nichts geklaut, wir wurden nie bedroht, uns wurden nie Drogen angeboten.
Trotzdem war es eine Reise wie im Rausch. Wir wurden süchtig nach diesen aufregenden Cocktail aus südamerikanischer Lebensart und karibischem Flair. Wir wurden high von den wunderschönen Landschaften, die abwechslungsreicher nicht sein konnten.

Bienvenido in Bogota - Kolumbiens pulsierende Hauptstadt in den Anden. Diese schüttelt gerade ihren einst schlechten Ruf ab und wandelt sich von Südamerikas Bad Boy in einen Geheimtipp! Raus aus dem Flieger, schnell ins Taxi, rein ins Vergnügen. Wir sind außer Atem. Weil unser Abenteuer in einem Land beginnt, dass vor wenigen Jahren noch als gefährlichstes Land der Welt galt. Und vor allem, weil hier oben die Luft schon etwas dünner ist. Denn mit einer Höhe von 2600M zählt Kolumbiens Hausstadt zu den am höchsten gelegenen Metropolen der Welt. Es empfiehlt sich in dem trendigen Viertel "La Candelaria" abzusteigen. Am nächsten Tag geht es erst mal noch höher hinaus. Wir erklimmen früh morgens den "Cerro de Monserrate" - schon ein bisschen anstrengend, denn dieser Großstadtgipfel liegt auf 3200 M. Belohnt wird man durch die tolle Aussicht.
Bogota hat so viel zu bieten, z.B einen Goldrausch. Doch für den heutigen Besucher Kolumbiens gestaltet sich die Suche nach dem Eldorado wesentlich einfacher als zur Zeit der Conquista. Man muss nur das "Museo del Oro"besuchen.

Nach drei Tagen verlassen wir Bogota und reisen wir mit einem Nachtbus weiter. Am früher Vormittag erreichen wir Popayan, das von den Einheimischen die weiße Stadt genannt wird, also: "La Ciudad Blanca". Popayan ist sehr entspannt, sicher und günstig. Außerdem der perfekte Ort um 1-2 Tage zu entspannen. Hier kann man gemütlich durch die wunderschönen Straßen an weißen Kolonialbauten vorbeischlendern. Museen, Kirchen, Brücken aber auch Action Programm ist hier geboten. Wir machen eine Mountainbike Tour zu den Thermalquellen von Coconuco. Der Schwefelgeruch ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber die natürlichen heißen Quellen sind sehr entspannend. Und vor allem lohnen sich die Eindrücke von den vom Tourismus unberührten kleinen Dörfer, die wir auf unsere Tour mit dem Draht Esel durchqueren.

Unseren nächsten Halt erreichen wir wieder mit dem Bus. Als wir am Bahnhof von Cali aussteigen, möchten wir am liebsten gleich wieder umdrehen. Der erste Eindruck ist rau, gefährlich und nicht sehr sauber. Unter all den Städten Kolumbiens ist Cali eine der Eigenwilligsten. Doch ein zweiter Blick lohnt sich, schon nach wenigen Stunden hat sich die Stadt in unser Herz getanzt. Aus großen Boxen wummert uns an jeder Ecke ein neuer Salsabeat entgegen. Musik, die in dieser hitzigen Atmosphäre geboren zu sein scheint. Die Tage verbringen wir mit Street Art und Food Touren, die uns zeigen wie besonders Cali ist. Doch das wirkliche Highlight in der Hauptstadt des kolumbianischen Salsas - das sind die Nächte. Nach einem Salsa Crash-Kurs wagen wir uns auch in die Clubs der Stadt. Eigentlich wollten wir uns nur an der Bar festhalten und zuschauen, doch das ist hier nicht möglich. Wir werden zum tanzen auf die Tanzfläche gezogen. Als das erste Morgenlicht auf die spektakuläre, offene Rooftop Bar des Clubs "La Pergula" trifft - fallen wir müde, aber glücklich ins Bett.


Und weiter geht es, jetzt sind wir mit dem Bus in Salento angekommen. Dies ist ein kleines Dorf in der kolumbianischen Kaffeeanbau-Region, im „Eje Cafetero“, gelegen inmitten von Bergen auf einer Höhe von 1.895 Metern.
Wir beziehen unser Zimmer im "The Plantation House" zu dem auch eine große Plantage gehört.
Wenn es das Cocora Tal nicht schon gäbe, wäre es ein Fall für Hollywood. Bis zu 50 Meter recken die Wachspalmen ihre Kronen wie Rasierpinsel in den Himmel. Rund herum wogen Teppiche und Hänge von unverschämt satten Grün. Alte US Cheeps cruisen auf den Sandstraßen und echte Cowboys traben durch die Kulisse. Wir machen uns mit staunenden Augen auf eine Wanderung durch diese fast unwirkliche Landschaft.

Am nächsten Tag steht ein Ausflug Hoch zu Ross an. Wir unternehmen einen Ausritt durch die wunderschöne Landschaft. Ein tolles Erlebnis, denn die kleinen Pferde der Einheimischen haben Feuer im Hintern.
Bald schon ist Trauerstimmung angesagt, wir haben uns alle in Salento verliebt und müssen aber trotzdem weiterziehen.
Zum Abschied machen wir mit dem englischen Besitzer Timothy noch eine Tour durch sein selbst geschaffenes Paradies. Wir erfahren wie es von der kleinen Kirsche - zu dem schwarzen Zaubergetränk kommt.

"Als ich hier ankam, fand ich eine bezaubernde Stadt vor, umschlossen von Bergen, mit dem besten Kaffee der Welt. Darum bin ich geblieben.“ sagt der Hausherr. Wir verstehen dich Timothy, Salento du wirst uns fehlen!


Medellín galt früher als die gefährlichste Stadt der Welt. Heute ist sie die modernste, innovativste und kulturellste Stadt Kolumbiens. Die Heimatstadt des berüchtigten Drogenbarons Pablo Escobar ist auf den ersten Blick keine Schönheit.
Doch hier gibt es viel zu entdecken. Wir beschäftigen uns mit der Geschichte von Pablo Escobar. Wie aus dem Sohn eines kolumbianischen Viehzüchters einer der mächtigsten Drogenbosse der Welt wurde. In den 1970er Jahren baute es in seiner Heimatstadt, sein Drogenimperium auf. Ende er 80er Jahre war Escobar laut dem Forbes Magazin, der siebt reichste Mann der Welt und kontrollierte 80 Prozent des internationalen Kokain Marktes. Anfang der 90er Jahre erreichte der Drogenkrieg in Medellín seinen Höhepunkt. Im Schnitt wurden täglich 20 Menschen ermordet. Heute, über zwei Jahrzehnte später, sind in Kolumbiens zweitgrößter Stadt die Spuren seines berühmtesten Sohnes noch immer sichtbar. Touristen lassen sich zu den wichtigsten Stationen in Escobars Leben führen. Auch wir begeben uns auf eine Tour, die an seinem Grab endet. Im Dezember 1993 wurde Escobar auf der Flucht erschossen.



Doch unweit der Stadt gibt es Natur zu entdecken, z.B auf einen Tagesausflug nach Guatapé. Das Städtchen ist bekannt für seine kunterbunten Betonverzierungen, die die eigentlich unansehnlich unverputzten Backsteinbauten zu einem netten Hingucker machen. Doch gekommen sind wir wegen "El Peñol" – dem Felsen. Dieser gigantische Granit Monolith ragt wie aus dem nichts 200 Meter massiv in den Himmel. Nach dem Zickzack-Aufstieg genießen wir die atemberaubende Aussicht. Die Landschaft besteht bis zum Horizont aus kleinen, mal bewohnten, mal unbewohnten und mal mit hohen Bäumen bewachsenen, grünen Inselchen, die von dem kontrastierenden, leuchtenden Blau des Wassers umspielt werden. Doch am Ende unserer Reise wird klar sein, in Medellín hat es uns am wenigsten gefallen.

Wir fliegen zur einer Perle der Karibik. Cartagena de Indias wird oft als schönste Kolonialstadt Südamerikas bezeichnet und verzaubert von der ersten Sekunde an mit ihrer malerischen Altstadt, quietschbunten Farben, rhythmischen Latinoklängen und einer ordentlichen Brise karibischem Lebensgefühl. Es gibt kein schöneres Gefühl als sich in der ummauerten Altstadt oder im ehemaligen Sklaven-, jetzt Künstler-Viertel "Gesemani" zu verlieren. Sobald die Hitze des Tages einer sanften Abendbrise weicht, tummeln sich die Menschenmassen auf den Plazas. Feurige Salsa Klänge erfüllen die Gassen und sämtliche Bars- und Restaurants verfrachten ihre Plastikbestuhlung nach draußen. Es duftet nach "Arepas con queso", den köstlichen kolumbianischen Maisfladen, die mit viel Käse gefüllt werden.


Ein Muss für Insel Fans sind auch die "Islas del Rosario". Diese bieten fantastische Foto-Motive, tolle Abenteuer und eine ungemein entspannte, typisch karibische Atmosphäre, die sich auch auf die Besucher überträgt. Wem das noch zu viel Trubel ist, der taucht einfach in der traumhaften Unterwasserwelt ab.

Unser nächster Stopp ist Santa Marta. Hier gefällt es uns noch besser als in Cartagena. Santa Marta ist nicht ganz so aufpoliert für die Touristen, es ist authentischer. Die älteste spanische Siedlung Kolumbiens hat noch mehr zu bieten, als ihre traumhafte Lage zwischen Meer und Bergen. Santa Marta zählt zu den wichtigsten Kolonialstädten des Landes und ist heute mit ihrem Vorort El Rodadero beliebtes Ferienziel der Kolumbianer. Die Altstadt wurde in den vergangenen Jahren schön restauriert, farbige Hausfassaden mit begrünten Balkonen sind ergänzen das Gesamtbild der kolonialen Stadt.

Wir brauchen jetzt Strand. Also rauf aufs Tuk Tuk und ab nach Palomino. Wir beziehen einen Traum von einem Bungalow, mit Hängematte direkt am Strand. "La Sirena" ist ein komplett ökologisches Hotel mit einem tollen vegetarischen Restaurant. Nach zwei komplett ruhigen Strandtagen, ruft uns wieder das Abenteuer.

"Dieser Park gehört den Kolumbianern.
All denen, die schon verstorben sind, all denen die jetzt leben und den vielen, die noch geboren werden."


Dieses Schild sehen wir als erstes am Eingang des "Parque Tayrona". Wir betreten eine mystische Welt. Was ist das Geheimnis von Tayorna? Es gibt keine Freizeitangebote für Touristen oder gar Hotelbauten. Der Park ist bis auf wenige Zeltplätze und hölzerne Board-Walks völlig naturbelassen. Im Park liegt kein einzelner Schnipsel Müll herum. Große Teile sind sogar gar nicht für Touristen zugänglich. Ein Hoch auf die Kolumbianer, dass sie dieses Paradies auf Erden schätzen und bewahren. So erkunden wir (und zugegeben viele andere Touristen) den National Park drei Tage lang zu Fuß. Türkisfarbenes Wasser, riesige runde Steine und der imposante Kontrast der Sierra Nevada haben uns einfach die Sprache verschlagen.

Unsere Reise geht zu Ende. Doch die Eindrücke werden bleiben ... es war aufregenden, wunderschön und so vielschichtig.
Als unser Flieger Richtung Heimat abhebt, sehe ich auf die Berge um mich herum und denke an den alten Spruch, dass die beste Droge das Leben an sich ist. Und niemals kam er mir wahrer vor als jetzt und hier, in Kolumbien.

Montenegro – die Perle der Adria

Im Juli starteten wir von Tivat aus nach einem nur 1 1/2 stündigen Flug ab München unsere einwöchige Entdeckungstour mit dem Mietwagen durch Montenegro. Entlang der kurvenreichen Küstenstraße mit Ausblick aufs Meer starteten wir mit unserem Mietwagen Richtung Sutomore wo unser Hotel lag. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Strandpromenade war unser erster Tag in Montenegro auch schon wieder vorbei.


 

Am nächsten Morgen stand unser erstes Ziel schnell fest. Der Skadarsee. Der Skadarsee ist der größte See der Balkanhalbinsel und neben dem Gardasee der größte See Südeuropas. Sobald der See in Sicht war, parkten wir, um die ersten Fotos für unser Urlaubsalbum zu schießen. Wir waren schon wieder auf dem Sprung, als wir im Rückspiegel sahen, dass auf unser Auto ein älterer Herr zukam. Nach einem kurzen Gespräch stand fest, wir machen eine Bootstour auf dem Skadarsee.

 


Wir erwarteten, dass wir zu einem Steg gebracht werden und wir dort auf weitere Gäste warten oder einer Gruppe zugeteilt werden. Aber nein. Das Auto wurde geparkt, es ging über Gleise und eine kleine Böschung und schon standen wir am Ufer eines Zuflusses des Sees vor einem kleinen Bötchen. Der Herr stellte sich mit dem Namen Bayer vor, nachdem er wusste, dass wir aus Bayern kommen. Für uns leicht zu merken. Nachdem der vergessene Benzin Tank für das Bötchen aus dem Auto geholt war, das Boot getankt war, startete unsere Privattour inkl. Erklärung der Flora und Fauna auf dem wunderschönen Skadarsee. Nach der Tour gab es noch als kleines Abschiedsgeschenk drei Seerosen und wir starteten in Richtung unserem nächsten Ziel dem Kloster Ostrog.


Nach einer kurvenreichen Tal- und Bergfahrt erreichten wir am frühen Nachmittag das Kloster. Das Kloster Ostrog ist eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche. Die Besonderheit es wurde mitten in eine Felswand hineingebaut. Nach kurzer Besichtigung ging es nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem der vielen Straßenstände der Einheimischen und Einkauf von Honig zurück zum Hotel.

Den nächsten Tag begannen wir ganz gemütlich und verbrachten den halben Tag am Sand-/Kiesstrand von Sutomore und bummelten am Nachmittag durch die Hafenstadt Budva. In diesem Hafen lagen im Gegensatz zu unserem Bötchen am Vortag ganz andere Kaliber an Yachten und Boote vor Anker. Von hier aus hätte man ein Taxiboot auf eine vorgelagerte Insel alias „Hawaii„ nehmen können, aber für uns war eine der vielen Buchten von Montenegro vollkommen ausreichend.

Am darauffolgenden Tag stand wieder die wundervolle Tal- und Berglandschaft von Montenegro auf dem Programm. Am Vormittag ging es zum Nationalpark Loven und ganz ohne Anstrengung (nur die letzten paar Meter mussten über Stufen erklommen werden) hatten wir einen genialen Ausblick und Tal- und Berglandschaft und hatten aufgrund des tollen Wetters einen Weitblick bis zu den angrenzenden Berggipfeln von Albanien und Serbien.


Bevor der halbe Urlaub schon wieder rum war und wir bei weitem noch nicht die ganze Schönheit der Perle der Adria gesehen haben stand am Nachmittag eine einstündige Führung durch die Lipa Tropfsteinhöhle mit einer Länge von ca. 2,5 km an. Mit 12 Grad Innentemperatur natürlich etwas kalt im Gegensatz zur Außentemperatur mit 35 Grad. Die Höhle ist auf alle Fälle einen Besuch wert, denn die Lipa-Höhle ist die erste und einzige Grotte in Montenegro, die für touristische Besuche zugänglich gemacht wurde.

 

So der Urlaub schon halb rum, aber es galt das nächste Highlight von der Liste zu streichen. Der Tara Canyon. Die Tara ist der längste Fluss Montenegros in einen Canyon eingebettet, der optimal für Rafting Touren geeignet ist. Also nächstes Ziel ins Navi eingegeben, Tara Canyon. Nach ca. 170 Kilometer Überlandfahrt landeten wir 10 km, bevor wir unser eigentliches Ziel erreicht hatten auf einer Waldlichtung auf einem Sandparkplatz und stellten fest die letzten Kilometer würde es von hier aus nur zu Fuß weiter gehen. Auf Nachfrage bei einem Parkranger, war uns klar, dass wir im Nationalpark Dumitor gelandet waren.
Nach einer kleinen halbstündigen Wanderung standen wir auf dem Gipfel des Dumhitors und konnten zumindest die ersten Blicke auf den Tara Canyon erhaschen.
Nachdem wir den Ausblick genossen haben und zurück beim Auto waren, also das nächste Ziel eingeben. Die Tara Brücke. Und nach einer weiteren Stunde Fahrt waren wir an unserem eigentlich Ziel angekommen, dem Tara Canyon. Von hieraus konnte man eine Rafting Tour starten, wir persönlich haben es bevorzugt den Canyon von der Brücke aus anzuschauen.

 


Da der vorangegangene Tag durch die langen Überlandfahrten etwas anstrengend war, haben wir für heute beschlossen es wieder etwas ruhiger angehen zu lassen und sind für einen Bummel zur Hafenstadt Ulcinj gefahren. Hier findet man übrigens auch den längsten Sandstrand Montenegros mit einer Länge von 14 km.

Für unseren letzten Ausflug, darf natürlich die Hafenstadt Kotor nicht fehlen. Gleich zu Beginn wurden wir im Hafen durch die vor Anker liegende MSC Musica empfangen. Wir bummelten entlang der Stadtmauern, warfen einen Blick auf die Burg. Nicht zu vergessen trafen wir auch auf die ein oder andere Katze von Kotor. Die Katzen sind zum Markenzeichen der Stadt geworden, was sich unter anderem auch in den Souvenirs widerspiegelt. Also darf man sich nicht wundern, wenn man in dem ein oder anderen Laden über eine Katze stolpert, die sich von der Klimaanlage im Geschäft abkühlen lässt.

Mein Fazit zu Montenegro ein Land mit vielen Bergen und Tälern, die erforscht werden wollen, auch wenn der Weg dorthin sehr kurvenreich sein kann. Aber man trifft überall sehr gastfreundliche Leute, die einem gerne weiterhelfen, wenn man sich doch mal verfahren hat.

Ihre und Eure Andrea

Sri Lanka - Eine Liebeserklärung an die Perle des Indischen Ozeans

Eine Rucksackreise auf der Insel, die ihrem Namen mehr als gerecht wird: Die strahlend schöne!

Das alte Ceylon ... vor unserem Auge entsteht ein Mosaik safranfarben gewandeter Mönche, buddhistischer Klöster und Paläste, Teeplantagen und Sandelholz, dem Duft von Curry, Ingwer und Zimt. Sri Lanka bedeutet Strand und tropische Natur mit Wasserfällen und Wildparks in einzigartiger Pracht. Doch neben der erhabenen Schönheit der Natur, sind die freundlichen Bewohner die Seele des Inselparadieses.

Wir starten im März 2017 von München aus mit der Oman Air, drei Freundinnen, drei Rücksäcke und viel Vorfreude auf die nächsten drei Wochen.
Dann landen wir in Colombo - der Hauptstadt von Sri Lanka. Jetzt haben wir 65.000 Quadratkilometer Abenteuer vor uns. Und rund 2.400 Jahre, die wir durchleben. Von versunkenen Dschung  elstätten, zu den 80 Höhlentempeln in Dambulla nach Kandy, wo ein Eckzahn bewacht wird wie die Kronjuwelen. Im Nostalgie Zug zu den Teepflückerinnen im idyllischen Hochland, weiter an die Traumstrände im Süden. Zurück über kolonial Städte wieder in die Hauptstadt.
Und irgendwo dazwischen haben wir unser Herz verloren...

Wir lassen das hektische Colombo hinter uns und kommen in unserem ersten Hostel an. Wieder der magische Moment - wenn man das erste mal Sand zwischen den Zehen spürt. Denn unsere erste Station Negombo liegt am Meer und ist ideal um die Anstrengungen der langen Anreise abzuschütteln.

An den nächsten Tag haben wir keine großen Erwartungen, es steht uns eine Zugfahrt von 6 Stunden gen Norden bevor. Doch kaum haben wir unsere Sitzplätze in der dritten Klasse zwischen einer singhalesischen Großfamilie eingenommen - beginnt das Staunen. Denn auf Sri Lanka sind Reisetage ein echtes Highlight. Wir bekommen nicht genug von der spektakulären Landschaft die langsam (also wirklich langsam) an uns vorüberzieht. Als wir ankommen, steigen wir ziemlich gesättigt aus - denn wir haben uns nicht nur an der malerischen Kombination aus Regenwald, Teeplantagen, Tempel und kleinen Dörfern sattgesehen - wir sind auch um ein paar kulinarische Erlebnisse reicher. An jedem Stopp steigt ein neuer fliegender Händler ein - der unbekannte Köstlichkeiten anbietet.

Am nächsten Tag erkunden wir die erste Station des Kulturdreiecks. Was man dazu wissen muss: Etwa 400 Jahre v. Chr. schmuggelten seine Anhänger aus Indien einen Zweig des Baumes nach Anuradhapura, unter dem Buddha die Erleuchtung erlangt hatte. Eine Pappelfeige. Die steht noch und ist heute die bedeutendste Pilgerstätte der Stadt. Einst die erste Hauptstadt Sri Lankas, neuntgrößte der Welt, dann versunken im Dschungel, ist Anuradhapura wieder religiöses Zentrum mit unschätzbaren Kulturgütern und den ausgegrabenen Prunkstücken einer heroischen Vergangenheit. Hautnah erleben wir dies auf einer Tuk Tuk Tour durch die Jahrhunderte.

Dann ist es Zeit, aktiv zu werden: Wir erklimmen zahlreiche Treppenstufen hinauf zum nahen Mihintale – dem Ort, der als Geburtsstätte des Buddhismus auf Sri Lanka gilt. Wir besichtigen das Kloster und die Meditationshöhlen der ersten Mönche der Insel und genießen vom Gipfel des Missanka-Hügels einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Wildlife - Wir starten zu unserer Safari im Kaudulla National Park. Wieder ein Tipp, denn dieser Park ist kleiner als der Yala oder der Udawalawe-Nationalpark. Dem entsprechend gibt es hier viel weniger Touristen aber dafür umso mehr Elefanten. WOW wir kommen hautnah an die Dickhäuter ran. So viele das wir sie gar nicht zählen können.

In Sigiriya angekommen, beziehen wir das "Jungle Vista Hostel"  eine Unterkunft die man wirklich jedem Backpacker empfehlen kann. Die Felsenfestung Sigiriya, 200 Meter senkrecht, mit Lustgärten und Wolkenmädchen sind defintiv einen Besuch Wert. Zum Sonnenaufgang zieht es uns auf den Pidurangala Rock. Mein Tipp -  Der Aufstieg lohnt sich mehr als auf dem berühmteren "Löwenfelsen". Auf dem Plateau liegt dir die Landschaft zu Füßen und du hast von hier aus die wohl beste Sicht auf den Sigiriya-Felsen. Einen schönen Nachmittag hatten wir in den Rosenquarz Bergen, der "Jathika Namal Uyana" Park nahe Dambulla. Es ist ein historischer Ort, da man hier Reste eines antiken Klosters gefunden hat. Doch vor allem ist Namal Uyana eine Naturschönheit.Es wurde dann auch richtig scharf - das Curry in Sri Lanka hat es in sich! Serviert wird es in vielen kleinen Schüsseln und es schmeckt unfassbar gut.

 

Nach einer weiteren eindrucksreichen Zugfahrt erreichen wir das verborgene Königreich in den Bergen - Kandy.
Wie versprochen: Buddha’s best. Sein linker oberer Eckzahn nämlich, gehütet wie sein verschollener Augapfel. Der Eckzahn aber ruht in Kandy unter dem goldenen Dach des Zahntempels. Zehn Sekunden, länger darf niemand die Schatulle betrachten, in der er sich befinden soll. Man sollte sich eine Unterkunft links oder rechts auf den Hügeln suchen - tolle Aussicht auf die Stadt. Mehr als eine Nacht bleiben wir aber nicht, von Kandy hatten wir uns mehr erwartet. 

Unsere Reise geht mit dem Bus weiter, im Zick Zack geht es noch höher hinauf ins Hochland. Überraschung: Sri Lanka hat Berge. Dort, wo sich sommers die englischen Ladys ins refreshing green zurückgezogen haben. Wir sind in Nuwara Eliya - Very british, das war es einmal. Aber ein Five o’clock tea mit abgespreiztem kleinen Finger ist immer noch in. Wie der Darjeeling als First Flush zur Krönung jeder Teetafel wird, ist nach unserem Besuch der Tea Factory kein Geheimnis mehr. Wir machen eine Tour durch den Hortons Plain Nationalpark bis zum "Ende der Welt" und wieder zurück. Auch eine Wanderung durch die Teeplantagen, und ein entspannter Nachmittag im Victoria Park dürfen nicht fehlen. Dann zieht es uns aber weiter, denn wir haben schon einen bestimmten Song im Ohr ... Ella Elle L'a

Ella im Hochland von Sri Lanka ist ein Backpacker Paradies! Zwar längst kein Geheimtipp mehr, aber >Oh mein Buddha< hier lässt es sich aushalten. Ella ist ein Ort zum Seele baumeln lassen. Wir bleiben drei Tage, besteigen den Little Adams Peak und auf dem Rückweg bestaunen wir noch die Nine Arche Brigde. Zurück zum legendären Party Hostel "Tomorrow Land" (Übernachtet wird in Zelten mit einem Hammer Ausblick) geht es rund 4 km an den Bahngleisen entlang.


 Zeit, wieder runterzukommen. Von fast 2.000 Metern auf null in fünf Stunden.Mehr Süden geht nicht mehr Traumstrand auch nicht, mehr Zuckerwasser schon gar nicht. Indischer Ozean. Türkisgrün und kuschelwarm. Sieben Tage Paradies. Unser erster Stopp ist Tangalle, dann geht es weiter nach Mirissa und Hikkaduwa. Für uns heißt das Beach Life pur, aber auch Yoga Turtle Watching und Surfen stehen auf dem Plan.

 Hinten raus noch ein Weltkulturerbe? Galle war mal der bedeutendste Seehafen Sri Lankas. Perser, Araber, Griechen, Römer, Inder. Zuletzt die Portugiesen, allerdings ziemlich gerupft von den Holländern, die aus Galle die Hauptstadt Niederländisch-Ceylons machten. Ganz zum Schluss die Briten. Von allen etwas lebt in der Altstadt weiter. Nicht zu vergessen die berühmten Stelzen Fischer - die sind zwar heute eine reine Touristen Attraktion, schön anzusehen sind sie aber trotzdem. Beim Sonnenuntergang über der Festungsmauer kann man die Geschichte der Stadt spüren. 

Selten habe ich mich so sehr von den ersten Minuten an in ein neues Land verliebt wie in Sri Lanka. Spätestens als der Himmel dann langsam anfängt sich rot zu färben und unsere Reise am breiten langen Strand von Bentota zu Ende geht, können wir es bestätigen. Sri Lanka - Du bist strahlend schön!


 

Photos: © Magdalena Wimmer
Istock 533056248, 471396710, 471396710, 579141550,542551560

Eine Reise zwischen karibischen Stränden, unendlich grünem Dschungel
und der sagenumwobenen Maya Kultur

Auf ins Abenteuer mit goXplore in Mexiko

 

Speedy Gonzales ist uns allen ein Begriff – wer aber glaubt, Mexiko bestünde nur aus Wüste, Kakteen, einer beißenden Sonne und schnellen Rennmäusen, täuscht sich gewaltig! Neben karibischen Stränden und türkisfarbenem Meer, lebhaften Städten und mystischen Ruinen vergangener Hochkulturen hat Mexiko noch viel mehr zu bieten: tiefer Dschungel, malerische Höhlen, ein kulinarisches Highlight nach dem anderen, spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten und die unendliche Herzlichkeit der mexikanischen Bevölkerung.

Ich durfte im August 2016 mit dem Abenteuer Reisen Veranstalter goXplore das wundervolle Land der Mayas kennenlernen. Als überzeugter Backpacker war ich gespannt, wie es sein würde, in einer Gruppe mit einer vorgefertigten Tour zu reisen.
So viel vorweg: Auf dieser Reise habe ich mehr erlebt, als die lebendige Kultur und die atemberaubende Landschaft von Yucatan. Ich habe ein Land kennengelernt, wie es wirklich ist und durfte wundervolle Menschen treffen, die innerhalb von ein paar Stunden zu Freunden wurden.


 

Weiterlesen: Auf ins Abenteuer mit goXplore in Mexiko

Sanfte Hügel, Zypressen und Olivenhaine... unser Familienurlaub im Herz Italiens
"la bella toscana"
 

Eine Straße, ein Haus, eine Kirche, ein blauer Streifen Himmel und Meer und davor eine Herde frei lebender Pferde. Es scheint wie ein Märchen, dabei ist es Realität, heißt es in einem populären toskanischen Lied. In dieser Ode an die toskanische Heimat „La mia Terra“ wird anschließend noch die Frage gestellt: Was mag es sein, was einen immer wieder hierher zurückkehren lässt.
Die Natur? Die Kunst? Die Geschichte? Die Lebensart?
Die Antwort muss lauten: alles zusammen.

In den Pfingstferien 2016 zog es uns in die wundervolle Landschaft der Toskana. Für zehn Tage packen wir die Koffer und die Kinder ins Auto und los geht es auf die Autobahn. Über Villach, Padua, Bologna, Modena, Parma fahren wir einen kleinen Umweg nach La Spezia. Hier besichtigen wir den Passagier- und Militärhafen. Wunderschön ist es hier, aber uns zieht es weiter Richtung Süden.



Angekommen in Lucca, genauer gesagt Colle di Compito, beziehen wir zusammen mit einer befreundeten Familie, ein Ferienhaus wie aus dem Bilderbuch. Mit einem großen Grundstück und herrlichem Pool, umzäumt von einer Hecke und einem schmied eisernen Gartentor. Hier fühlen wir uns pudelwohl und der Urlaub im Paradies kann beginnen.

Weiterlesen: La Bella Toscana - Ein Familienurlaub

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